Mgr Brouwet prenant la parole pour les 20 ans de l'Accueil Notre-Dame

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20-Jähriges Bestehen des Accueil Notre-Dame der Wallfahrtsstätte Lourdes

Les 20 ans de l'Accueil Notre-Dame, le 22 mai 2017

Am Montag den 22.Mai 2017 hat das Accueil Notre-Dame sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Dies war eine gute Gelegenheit, die Entscheidungsträger und Gestalter dieser einzigartigen Empfangsstruktur kennenzulernen, die vor allem Kranke und Menschen mit Behinderung beherbergt.

Der Anlass

Jedes Jahr strömen tausende kranke Pilger nach Lourdes. Das am rechten Gave-Ufer, innerhalb der Wallfahrtsstätte gelegene Accueil Notre-Dame, befindet sich ganz in der Nähe der Erscheinungsgrotte und erlaubt es den kranken Pilgern und Pilgern mit Behinderungen ihre Wallfahrt unter den bestmöglichen Bedingungen zu erleben. Das Accueil Notre-Dame wurde im Jahr 1997 errichtet. Anlässlich der 20-Jahr-Feier wurde auf Einladung des Direktors des Accueil, François Labadie, ein Empfang gegeben, an dem auch einer der Architekten, André Grésy, der Bischof von Tarbes und Lourdes, Nicolas Brouwet, die Bürgermeisterin von Lourdes, Josette Bourdeu, sowie einige ehemalige Entscheidungsträger, Freunde und Förderer teilnahmen.

In seiner Ansprache umschrieb Bischof Brouwet die Besonderheit des Accueil Notre-Dame mit fünf Stichworten:

  1. Harmonie, um auf die perfekte Integration der Struktur in die Wallfahrtsstätte hinzuweisen.
  2. Helligkeit angesichts der zahlreichen Panoramafenster, die das Licht vollendet in die Räume eindringen lassen (was für eine Wallfahrtsstätte nicht ohne Bedeutung ist).
  3. Dienst in Anerkennung und als Dank an die Angestellten und Hospitaliers, die sich zum bestmöglichen Wohl der dort weilenden Personen ablösen.
  4. Freude die von allen Besuchern geteilt und gemeinsam gefeiert wurde.Harmonie, om te verwijzen naar de perfecte integhratie van de site in het Heiligdom.
  5. Fotos in Hervorhebung die Bedeutung der großen Schwarz-Weiß-Fotografien, welche die Wände des Gebäudes säumen: sie zeigen illustre Gäste wie Papst Johannes Paul II oder Sœur Emmanuel und geben so dem Gebäude eine Seele.

Nach der Rede, versammelten sich die geladenen Gäste auf einer der Terrassen des Accueil Notre-Dame zum traditionellen „Erinnerungsfoto“.

Und nicht zu vergessen! Ein besonderer Dank ging an alle Gönner und Sponsoren der Wallfahrtsstätte Lourdes, die durch ihre Spenden und ihre Großzügigkeit zur Errichtung des Accueil Notre-Dame beigetragen haben.

Zur Geschichte…

Schon zu Beginn der organisierten Wallfahrten wurden in Lourdes angemessene Beherbergungsstätten errichtet, um die Aufnahme kranker Pilger zu erleichtern: im Jahr 1874 das Accueil Marie-Saint-Frai, 1877, das Asile Notre-Dame und 1975, das Accueil Sainte-Bernadette. Jedoch bemängelten die Verantwortlichen der Wallfahrtsstätte Ende der Achtziger Jahre den Zustand der drei Kranken-Aufnahmezentren. Aus diesem Grund wurde 1991 eine Studienkommission, die Studiengruppe für die Instandsetzung der Aufnahmezentren für Kranke (GERCAM), ins Leben gerufen, um zu die Erfordernisse für die Aufnahme kranker Menschen im dritten Jahrtausend zu entwerfen. Die Überlegungen dieser Kommission wurden in einem Anforderungsprofil zusammengefasst, das die neuen Erfordernisse für Kranken in Lourdes darlegte und die Notwendigkeit zur Umstrukturierung der Zentren zur Beherbergung von Kranke aufzeigte.

Parallel wurde eine Steuerungsgruppe Stadt / Wallfahrtsstätte gebildet. Ihre erste Aufgabe bestand darin, Lösungen für die Sanierung der Krankenaufnahmezentren zu erörtern. Die Kostenanalyse ergab sehr schnell, dass eine Umstrukturierung des Accueils Marie-Saint-Frai und ein vollständiger Neubau des Accueil Notre-Dame erforderlich ist. Um die Durchführung dieser Arbeiten zu ermöglichen, schlug die Steuerungsgruppe die Gründung einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft vor: die SEM der Accueils. Die unterschiedlichen Partner, dieser Gesellschaft sind die Stadt Lourdes, der kirchliche Verband (der Förderverein Saint-Frai und der Diözesanverband Tarbes und Lourdes) sowie vier Banken. Die SEM trug die Bauherrschaft und schuf die Bedingungen zur Durchführbarkeit dieses Projektes. Konkret hat sie die Kooperation der verschiedenen Beteiligten organisiert und koordiniert und die Dokumentation, die für den Erhalt der Zuschüsse seitens der EU, des Staates und der Region Midi-Pyrénées notwendig waren, erarbeitet.

Wussten Sie schon ? Die Gesamtbaukosten für das Accueil Notre-Dame sind schwindelerregend: 26 Millionen Euro. Die Wallfahrtsstätte konnte dennoch, dank der staatlichen Unterstützung (EU, franz. Staat, Region Midi-Pyrénées), der Unterstützung der Pilger und vor allem dank der unglaublichen Großzügigkeit der Sponsoren, dieses Projekt in Angriff nehmen.

Am 07.Juli 1995 entschied sich der Verwaltungsrat der SEM des Accueils schließlich für das von den Architekten Grésy und Bouey vorgelegte Projekt. Der Erstgenannte ist Experte im Bau von Krankenhäusern; der Nachgenannte für die Umsetzung von Großbauprojekten. Für mehr als ein Jahr lang setzten die beiden Architekten ihre ganze Energie und Erfahrung für die Verwirklichung dieses Accueils ein. Für Serge und André Grésy, Vater und Sohn, sollte dieses Werk in zweifacher Sorgfalt Menschlichkeit und Demut berücksichtigen. Zunächst Menschlichkeit: Man muss kranken Menschen die im Accueil aufgenommen werden die emotionale Erfahrung ermöglichen, die Wallfahrtsstätte zu entdecken und in Übereinstimmung mit ihr zu leben. Sodann Demut: Es ist erforderlich, dass das Accueil als Ort physisch in den Hintergrund tritt, um nicht mit den heiligen Orten der Wallfahrtsstätte zu konkurrieren. Die Grundsteinlegung des neuen Accueil Notre-Dame fand am 11. Februar 1996 statt. Die ersten Pilger kamen am 07. April 1997 an. Die Schlüsselübergabe erfolgte am 12. April. Am 20. September desselben Jahres findet die feierliche Segnung des Accueil Notre-Dame durch den Vorsitzenden des Päpstlichen Rates der Krankendienste, Javier Lozano Barragán, statt.

Hoher Besuch am 14. und 15. August 2004: Johannes Paul II

Am 14. und 15. August kam Papst Johannes Paul II auf Wallfahrtfahrt nach Lourdes, um den 150. Jahrestag der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis zu begehen. Im Accueil Notre-Dame untergebracht konnte er, wie ein Pilger unter Pilgern, die Höhepunkte seiner Wallfahrt im Freien (Rosenkranzgebet, Eucharistiefeier) sowie im Innern des Gebäudes (Marianische Lichterprozession, Kontakt zu anderen im Accueil untergebrachten Pilgern) miterleben.

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