19. März: Heilger Joseph

Veröffentlicht 8 März 2021 - 10:39

Im Verlauf des liturgischen Jahres feiert die Kirche zweimal den heiligen Josef, am 19. März beim Fest „Heiliger Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria“, aber auch am 1. Mai unter dem „Namen Josef, der Arbeiter“ (bzw. Handwerker). Die Volksfrömmigkeit hat den Monat März dem heiligen Josef gewidmet. Papst Johannes Paul II. hat den Gläubigen in seinem apostolischen Schreiben Redemptoris Custos (Zum Beschützer des Erlösers berufen), vom 15. August 1989) die Person des Heiligen Josef zur Meditation anempfohlen. Am 8. Dezember, anlässlich des Hochfestes der Unbefleckten Empfängnis, verfügte Papst Franziskus in einem apostolischen Brief, dass dieses Jahr dem heiligen Josef gewidmet sein soll. Der heilige Josef, Bräutigam Marias, Adoptivvater Jesu, Schutzpatron der Arbeiter, Beschützer der Universalkirche, wird in diesem Jahr 2021 in besonderer Weise von der Gemeinschaft der Gläubigen auf der ganzen Welt angerufen.

Saint Joseph Bräutigam der Gottesmutter Maria (1. Jahrhundert)

„Der Ewige Vater erwählte den heiligen Josef als Erzieher und Hüter seiner wichtigsten Schätze, d.h. seines Sohnes und seiner Braut.“ (Hl. Bernardin von Siena)
Die Evangelisten haben keine Worte dessen überliefert, den sie als „gerecht“ beschreiben. Der Zimmermann von Nazareth in Galiläa wird in der Heiligen Schrift als Bräutigam dargestellt, der ebenso diskret wie treu und keusch ist und als Pflegevater des Sohnes Gottes.
Der Engel hatte zu ihm gesagt: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; und Joseph nahm Maria, seine Frau, nach Hause.“ (Mt 1, 21a. 25b)
Nach der Geburt Jesu hatte der Engel zu ihm gesagt: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter“ und Joseph stand sofort auf. Er gehorchte Gottes Willen, nahm das Kind und seine Mutter und floh nach Ägypten.
Er ist ein wahrer Sohn Abrahams: Er glaubt und tut, was Gott ihm sagt. Als der jugendliche Jesus während der Pilgerreise nach Jerusalem drei Tage lang vermisst wurde, machten sich Joseph und Marias auf die Suche: „Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“ (Lk 2, 48c)
Lk 2, 51-52
Und Jesus kehrte mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Gott wusste, wem er seinen einzigen Sohn und dessen Mutter anvertraute, demjenigen, der der fähigste Mann der Welt, das perfekte Abbild des Vaters zu sein war.
Die Orientalen haben den heiligen Josef schon immer verehrt, währenddem sich die Verehrung des Bräutigam Marias in der lateinischen Kirche erst allmählich durchsetzte.
Mit dem Apostolischen Schreiben Patris Corde (Mit dem Herzen eines Vaters) erinnert Papst Franziskus an den 150. Jahrestag der Verkündigung des heiligen Josef als Patron der Universalkirche. Zu diesem Anlass findet vom 8. Dezember 2020 bis zum 8. Dezember 2021 ein „besonderes Jahr des heiligen Josef“ statt.

In der Wallfahrtsstätte wird der heilige Josef jeden Tag angerufen

Um diese Zeit der gläubigen Besinnung durch die Fürsprache des heiligen Josef zu fördern, formulierte der Heilige Vater ein Gebet zum heiligen Josef, mit dem er jeden Tag in der Wallfahrtsstätte angerufen wird:

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers
und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut,
auf dich setzte Maria ihr Vertrauen,
bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.
O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater,
und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,
und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.