Fratello – 60 Gnadenmomente

Veröffentlicht 18 November 2019 - 13:21

Der von Papst Franziskus 2017 ins Leben gerufene Welttag der Armen versammelte am 17. November mehr als 1.500 Menschen in der Wallfahrtsstätte von Lourdes. Auf Initiative der Vereinigung We are Fratello, waren alle Formen der Armut vertreten und sie erlebten miteinander eine Zeit des Teilens und des Gebetes.

Fratello – 60 Gnadenmomente

„Ihr seid der Schatz der Kirche!“

Ein Video ermöglichte die Wiedergabe der Rede von Papst Franziskus, der einige Wochen zuvor die Armen der Welt ermutigt hatte, nach Lourdes zu kommen. Er wandte sich persönlich an sie: „Ihr seid der Schatz der Kirche. Ich brauche euch alle, Brüder und Schwestern, ihr, die ihr am Fuße des Kreuzes steht.

„Die Geistliche Heilung ist das größte Wunder“

Die Franziskanerschwester Bernadette Moriau, deren Heilung als 70. Wunder von Lourdes anerkannt ist, sagte: „Gott zeigt sich in der Zerbrechlichkeit. Einige, wie ich, werden körperlich geheilt, jedoch viele werden spirituelle geheilt. Das ist das größte Wunder. Ich sage Dank: der Herr hat Großes für mich getan, heilig ist sein Name.

„Bedenken sie einander!“

Mgsr. Oliver Ribadeau Dumas, Rektor der Wallfahrtsstätte, rief in Erinnerung, dass Jesus sich mit den Kleinsten und Ärmsten identifizierte: „Bewahren Sie diesen kontemplativen Blick. Lassen Sie sich entzücken und überraschen. Denn wenn sie einander bedenken, werden sie etwas von Gott entdecken.

Auf den Spuren Bernadettes

Um die Botschaft von Lourdes recht zu verstehen, müssen wir Bernadette Soubirous, die Ärmste, die privilegierte des Himmels, kennen. Viele der Pilger von Fratello daher gingen zum Cachot, dem stillgelegten, unhygienischen Gefängnis, in dem die Familie Soubirous zur Zeit der Erscheinungen lebte.

„Seien Sie Zeugen Gottes!“

Der Heilige Vater erinnert daran, dass Jesus beleidigt, mit Füßen getreten, gedemütigt und misshandelt wurde. Aber Jesus gab uns das größte Geschenk, seine Mutter. Papst Franziskus bat alle, sich im Gebet an Sie zu wenden, „sich an sie zu schmiegen! In Lourdes kann sich jeder vor der Grotte von Massabielle Maria anvertrauen und ihr seine Last zu Füßen legen, sie, so erinnert der Papst, die „die weit geöffnete Tür der Kirche“ ist. Viele unter den Pilgern, der päpstlichen Anregung: „Maria schenkt uns Jesus und führt uns zu ihm“ folgend, empfingen die Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie und nahmen an der Anbetung teil. So konnten sie, mit neuer Kraft erfüllt, ihr Herz an den Worten des Papstes ausrichten. „Wenn Ihr zurückkehrt, geht Ihr nicht so, wie Ihr gekommen seid. Bezeugt Gottes Liebe. Sagt der Welt, was Euer Schatz ist: Jesus.